Rosen im Winter

rose-1146368_640Viele Gartenbesitzer sind den Rosen und ihrer Pracht verfallen. Doch nicht nur während der Wachstums- und Blüteperiode wollen Rosen gehegt und gepflegt werden. Auch im Herbst und besonders für den Winter brauchen sie eine besondere Behandlung, damit sie auch in der nächsten Saison wieder prächtig austreiben können.

Die Besonderheiten der herbstlichen Rose

Es ist von der Rosensorte abhängig, ob und wie viel Frost sie verträgt, ohne in einen guten Winterschutz verpackt sein zu müssen. Diesbezüglich ist es am besten, sich bereits beim Kauf darüber zu informieren. Natürlich ist es auch regional abhängig, da nicht in allen Regionen Deutschlands mit stärkerem Frost im Winter zu rechnen ist. Allerdings ist es sicherer, vorgearbeitet zu haben, damit die Rosen bei einem plötzlichen Wintereinbruch nicht doch Schäden davon tragen.

Wird im Juli bereits mit dem Düngen von Stickstoff begonnen, haben die Rosen ausreichend Zeit, diesen in die Triebe zu leiten, sodass diese bei Herbstbeginn ausgehärtet sind. Denn in diesem Zustand sind sie winterfest. Sind die Triebe bereits recht lang gewachsen, ist es möglich, sie um ein bis zwei Drittel zu kürzen. Im Herbst sollte ein allzu starker Rückschnitt jedoch vermieden werden, da die Rosen ansonsten eine zu große Anfälligkeit gegenüber Frost entwickeln. Abgestorbene oder mit Pilzen befallene Pflanzenteile hingegen sind vollständig zu entfernen. Sie werden über die Biotonne entsorgt.

Frostschutz

Die Veredlungsstelle jeder Rose ist am empfindlichsten. Das bedeutet, dass sie entweder ausreichend mit Erde bedeckt sein sollte oder durch einen Frostschutz eingedeckt wird. Ein Gemisch aus Kompost und Mutterboden, das 15 bis 20 cm hoch aufgetragen wird, ist nicht nur ein guter Frostschutz, sondern liefert im Frühjahr auch gute Nährstoffe. Eine zusätzliche Laubschicht kann als zusätzliche Dämmung verwendet werden.

Torf oder Rindenmulch sollte hierbei gemieden werden. Der Rindenmulch entzieht dem Boden den zum Aushärten benötigten Stickstoff. Torf hingegen speichert zu viel Feuchtigkeit. Zusätzlich säuert er den Boden. Nadelholzreisig kann die aus dem Boden ragenden Triebe sehr gut vor Frost schützen.

Die Kletterrose sollte entsprechend auch nach oben gut verpackt werden. Hierzu eignen sich Jutesäcke und Zweige gleichermaßen. Sie sollten gut befestigt werden, damit die Rose weder bei Frost noch bei starker Wintersonne beeinträchtigt werden kann. Auch Vlies kann eingesetzt werden. Plastik jedoch sollte vermieden werden, da sie nicht atmungsaktiv ist. Das würde bei einem Wärmeeinbruch „schwitzen“ bedeuten, der von nächtlichem Frost und somit dem Erfrieren der Pflanze einhergehen kann. Ein riskantes Unterfangen, auch wenn immer noch gerne der Einsatz von Noppenfolie empfohlen wird.

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