Oh je, die Waschmaschine ist verkalkt

In vielen Regionen Deutschlands ist das Wasser sehr kalkig. Sicherlich stellt dies für gewöhnlich kein Problem dar, jedoch ist es für verschiedene Haushaltsgeräte ein großes Problem, da washing-machine-943363_640Verkalkung droht. Besonders die Waschmaschine ist sehr anfällig dafür. Wird zudem die Waschmaschine vorwiegend mit niedrigen Temperaturen betrieben, können sich zusätzlich auch noch die unterschiedlichsten Keime ansiedeln. Sollen alle Ablagerungen regelmäßig entfernt werden, ist eine Entkalkung zweimal im Jahr durchgeführt werden.

Stromsparen durch Entkalkung

Der Kalk, der sich in der Waschmaschine absetzt, sitzt vor allem an den Heizstäben. Dadurch wird steigt der Stromverbrauch, da das Aufheizen generell länger dauert.
Zum Entkalken darf jedoch nicht jede x-beliebige Säure eingesetzt werden. Zitronensäure ist die Wahl, denn sie greift weder die Gummidichtungen noch das Silikon an. Essigsäure und auch andere Säuren hingegen würden diese Materialien porös machen, wodurch ihre Langlebigkeit reduziert würde. Natürlich kann auch zu einem handelsüblichen Entkalker gegriffen werden. Diese wirken ebenso effektiv wie die Zitronensäure. Wasserenthärter hingegen helfen nicht bei akuten Verkalkungen. Jedoch können sie verhindern, dass sich neuer Kalk an den Heizstäben absetzt.

Wie wird richtig entkalkt?

Zunächst wird das Waschmittelfach gut gesäubert. Auch das Flusensieb muss gereinigt werden. Sind beide wieder eingesetzt, werden einhundert Gramm kristalline Säure auf zwei Liter Wasser gelöst. Diese Lösung wird nun in das Waschmittelfach gegeben. Nun wird eine leere Waschtrommel auf Kochwäsche gewaschen. Allerdings ohne Vorwäsche. Gibt es einen so genannten „verlängerten“ Hauptwaschgang, ist dieser nach Erreichen der höchsten Temperatur nach dreißig Minuten zu stoppen. Ein normaler Waschgang läuft selbstverständlich entsprechend durch.

Vorsicht bei Hausmitteln zum Entkalken

Soda, Essig oder Spülmaschinentabs sollten lieber nicht eingesetzt werden. Essig hat den großen Nachteil, dass es bei häufiger Anwendung die Schläuche und die Gummidichtungen angreift. Sollte er dennoch zum Einsatz kommen, muss er unbedingt verdünnt werden, da er sonst sogar das Material der Waschmittelschublade angreifen kann. Soda kann sofort von der Liste gestrichen werden, da es zwar als Haushaltsreiniger gut eingesetzt werden kann. Zur Entkalkung taugt es leider überhaupt nicht. Spülmaschinentabs sind eine große Hilfe beim Reinigen von Waschmaschinen. Doch zur Entkalkung können sie nicht beitragen.

Am besten man hält sich an die Entkalkungsanleitungen des Waschmaschinenherstellers. Diese sind in der Betriebsanleitung zu finden. Auch kann es von Vorteil sein, wenn man sich bei seinem Wasserversorger darüber informiert, welchen Härtegrad das Wasser hat. Bei einem Wert von unter 2,5 mmol/l Gesamthärte gilt das Wasser als weich bis mittelhart. In diesem Fall ist kein Enthärter notwendig. Beträgt er mehr als 2,5 mmol/l Gesamthärte ist ein Enthärter in Form von Tabs oder Flüssigenthärter angeraten.

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